6. SQUIDDS Kamingespräch

Begeisterter Zuspruch für neue Perspektiven

Seit dem unaufhaltsamen Siegeszug von Smartphones und Tablet-PCs wird auch in der Technischen Dokumentation nichts mehr so bleiben, wie es noch bis vor Kurzem war. Bedienungs- und Montageanleitungen müssen überall, auch direkt an der Maschine abrufbar sein, Ersatzteilbestellungen sollten so schnell und komfortabel wie möglich direkt aus dem digitalen Katalog erfolgen können.

Mobile Endgeräte wie Touchscreen-Smartphones oder Tablets wie Apples iPad eröffnen hier völlig neue Perspektiven, stellen Entwickler und Redakteure jedoch auch vor bislang unbekannte Herausforderungen. Wie ist es beispielsweise möglich, ein Dokument auf allen Plattformen vom PC-Monitor bis hin zum kleinen Handy-Display benutzerfreundlich zu präsentieren? Das 6. SQUIDDS Kamingespräch, das am 29. Februar in den Räumlichkeiten des Unternehmens am Nürnberger Hafen stattfand, lieferte Antworten, was gegenwärtig schon machbar ist.


Die Veranstaltung, die ganz unter dem Motto „3D goes Mobile Device“ stand, hat anscheinend in der Dokumentations-Branche den richtigen Nerv getroffen – das Interesse war so groß, dass die bereitgestellten Sitzgelegenheiten für die Besucher kaum ausreichten. Geboten wurde ein umfassender Überblick über Technologien, Strategien und praxisgerechte Lösungen.

Entscheidend: Die richtige Wahl der Werkzeuge
In seiner Keynote zeigte SQUIDDS-Geschäftsführer Georg Eck den klaren Trend auf: 2011 wurden weltweit 2,9 Millionen Tablets und Smartphones verkauft – Tendenz weiter steigend. Diese Entwicklung führte auch dazu, dass Publikationen im herkömmlichen PDF-Format rückläufig sind, während mobile-fähige Formate wie Adobe AIR und WebWorks REVERB immer mehr an Bedeutung gewinnen. Ob CAD-Tools wie die Software-Lösungen von Autodesk, SolidWorks oder Siemens und 3D-Werkzeuge von 3DVIA, Tetra4D oder SAP – bereits heute sind die Mittel vorhanden, vergleichsweise einfach Dokumentationen mit komplexen 3D-Darstellungen für den mobilen Kanal aufzubereiten.

3DVIA: Vom 3D-Maschinenmodell bis zur virtuellen Welt
Gastreferent Henning Lochner von Dassault Systemes präsentierte im Folgenden das umfangreiche Portfolio von 3DVIA zur Erstellung und Nutzung interaktiver 3D-Daten in den Bereichen Dokumentation, Kommunikation, Marketing und Lernen. Vom Design virtueller Geschäftseinrichtungen über Showrooms und Spiele bis hin zu Augmented-Reality-Lösungen reicht die Palette der Möglichkeiten mit 3DVIA Composer, Player & Co. Herr Lochner richtete den Fokus in seinen Ausführungen auch auf die entscheidenden Fragen, die vor der Realisierung einer mobilen Dokumentation stehen müssen: Welche Zielgruppen sollen angesprochen werden? Welche Betriebssystemplattformen gilt es abzudecken? Soll der Datenzugriff über Speicherkarten, Wireless-Netzwerke oder Mobilfunk erfolgen? Welche Sicherheitsvorkehrungen müssen etwa im Hinblick auf moderne Cloud-Technologien getroffen werden?

Bihler Maschinenfabrik: FrameMaker als Basis
Bernd Bickl, Technischer Redakteur bei der Bihler Maschinenfabrik, zeigte auf, wie schwierig es ist, komplexe Dokumentationen im PDF-Format zusammenzuführen, um sie beispielsweise über ein Terminal direkt an der jeweiligen Maschine optimal nutzen zu können. Gemeinsam mit SQUIDDS erarbeitete Bihler hierfür ein praktikables System auf Basis von FrameMaker-Templates, das auch die Einbettung von 3D-Daten und Rich Media erlaubt – bis hin zur integrierten digitalen Ersatzteil-Bestellfunktion. Wie sich 3D-Modelle und Explosionsgrafiken samt Komponentengruppen für Bauteilkataloge mit dem SAP Visual Enterprise Author realisieren lassen, demonstrierte SQUIDDS-Mitarbeiter Marc Schneiderbanger in diesem Zusammenhang anhand von anschaulichen Praxisbeispielen. Eine Alternative hierzu bildet die Verbindung aus Adobe Acrobat X und dem Tetra4D 3D PDF Converter, mit dem sich Daten aus CAD-Modellen übernehmen und zu animierten dreidimensionalen Modellen etwa für Montageanleitungen aufbereiten lassen.

Visionär: die universale APP für die mobile Technische Dokumentation
Die enorme Bandbreite an unterschiedlichen stationären und mobilen Hardware-Plattformen macht es heute erforderlich, Systeme zu entwickeln, die Inhalte auf allen Endgeräten automatisch optimal darstellen, schnelle Aktualisierungen ermöglichen und auch auf kleinen Smartphone-Displays den vollen Funktionsumfang einer Dokumentation bieten können. Dazu gehört neben der Einbettung von 3D-Daten, Videos und Animationen auch die direkte Anbindung an Social Media oder eine Kommentarfunktion für den Dialog zwischen Entwicklern, Redakteuren und Anwendern. Georg Eck zeigte anhand einer von SQUIDDS entwickelten APP, wie sich all diese Anforderungen mit den verfügbaren Tools schon heute realisieren lassen und konnte damit die Teilnehmer des Kamingesprächs nachhaltig beeindrucken.



Fazit der Veranstaltung: In Sachen mobiler Dokumentation ist heute schon mehr realisierbar, als man in manchen Redaktionen für möglich halten würde. Gefragt ist primär das Know-how zur optimalen Kombination der praktikabelsten Tools – und SQUIDDS verfügt über die entsprechende Erfahrung, um seinen Kunden und Partnern überraschend einfache, aber effiziente und zukunftsfähige Lösungen anzubieten.


Nach dem großen Erfolg des 6. Kamingesprächs wird SQUIDDS die beliebte Veranstaltungsreihe voraussichtlich schon im Mai fortsetzen. Lassen Sie sich überraschen – wir halten Sie auf dem Laufenden.